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Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa)

Mauwurfsgrille
Die Maulwurfsgrille oder auch Werre wird bis zu 6 Zentimeter lang und ihre Vorderbeine sind zu Grabschaufeln umgeformt und gehört zur Gruppe der Heuschrecken. Sie ist flugfähig kann jedoch nicht springen wie ihre Artgenossen.

Schadbild:
Die Maulwurfsgrille lebt wenige Zentimeter unter der Erde und zieht dort fingerdicke Gänge. Grundsätzlich gehört die Werre zu den Fleischfressern (Carnivoren) und ernährt sich von Asseln, Engerlingen, Drahtwürmern, Schnecken, jedoch verschmäht sie auch junge Pflanzenwurzeln nicht. Die Werre frisst unterirdisch, kommt nachts auch an die Oberfläche, um nach Nahrung zu suchen. Rund um das Brutnest werden nahezu alle Pflanzen angefressen. Im Rasen sind die Nester an den runden Kahlstellen (ca. 25cm) zu erkennen. Durch ihre Grabtätigkeit werden insbesondere Setzlinge in Mitleidenschaft gezogen, da diese angehoben werden und anschließend vertrocknen.

Lebensweise:
Wie die Heuschrecken beginnt auch die Maulwurfsgrille im Frühjahr durch zirpen ihre Partnersuche. Nach der Befruchtung des Weibchens graben diese in ca. 20 cm Tiefe einen Gang, an dessen Ende die Eier gelegt werden. Das Werrenweibchen betreibt sozusagen Brutpflege und säubert regelmäßig die Eier bis die Jungen schlüpfen. Diese verlassen wenige Tage nach dem Schlüpfen das Nest, werden aber erst nach ca. zwei Jahren geschlechtsreif. Ein Werrenweibchen zieht parallel in mehreren Nestern bis zu 500 Bruten auf.

Vorbeugende Maßnahmen:
- Fördern von natürlichen Feinden, wie Igel, Raubkäfer, Spitzmäuse, Vögel
- für Unterschlupf der natürlichen Feinde sorgen

Direkte Maßnahmen:

- Fangen der Werren:

Dazu von April-Mai glattwandige Gefäße ca. 10 cm tief vergraben. Sternförmig um das Gefäß werden Bretter aufgelegt/aufgestellt damit die in der Nacht wandernden Tiere zur Falle geleitet werden.

- ca. 30 cm tiefe Furchen ziehen (ab Herbst) und mit Mist auslegen und mit Erde abdecken, diese im Frühjahr ausgraben und die darin angesiedelten Tiere einsammeln.

- Bei starkem Auftreten Nützlingseinsatz mit Nematoden möglich.

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