GARTENleben GmbH
Weitraer Str. 20a
3910 Zwettl
Firmenbuchnummer: FN 341206
T.: +43 2822/200 50 50
gartentelefon@gartenleben.at

MENÜ

Gartentipps 2018

September/Oktober

Du atmest, was du gießt! Erste Vorbereitungen auf den bevorstehenden Winter

Während sich der Garten draußen auf den bevorstehenden Winterschlaf vorbereitet, ist es für Zimmerpflanzen sinnvoll, sie auch in der kälteren Jahreszeit einmal im Monat ganz sanft zu düngen und gut mit Boden-Mikroorganismen zu versorgen. Nichts ist hierfür besser geeignet als Kompost-Tee, der ganz einfach selbst gemacht werden kann und am besten jetzt im Herbst vorbereitet wird.


Haben Ihre Zimmerpflanzen schon mal Tee getrunken?
Kompost-Tee ist auch im Herbst und Winter Biodünger, Pflanzenstärkung und biologische Krankheitsabwehr zugleich – ein perfektes Probiotikum für alle Zimmerpflanzen um gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen! Einmal gegossen, siedeln sich Milliarden effektive Kompost-Tee Mikroorganismen an – sie leben in und auf den Zimmerpflanzen und helfen unsere Häuser in herbstlich gesunde grüne Oasen zu verwandeln, während es im Garten draußen immer ruhiger wird.

Stärkenden Winter-Tee für Zimmerpflanzen selber machen
Es ist keine Hexerei Kompost-Tee selbst herzustellen. Einfach eine Handvoll Kompost mit verschiedenen Kräutern und Steinmehl mischen und z.B. in einem kleinen Teebeutel in einer Gießkanne mit Wasser ansetzen – fertig ist der selbstgemachte Kompost-Tee. Zur Kompost-Tee Vorbereitung für den Winter gibt es einige Dinge zu beachten: Um im Winter nicht im gefrorenen Kompost graben zu müssen ist es sinnvoll, sich schon jetzt etwas Kompost-Tee abzumischen und ins Haus zu holen. Befüllt werden die Teebeutel aber erst direkt vor der Anwendung. Hauskompost enthält nämlich immer etwas Restfeuchtigkeit, wodurch die Mikroorganismen aktiv werden und die Teebeutel anknabbern – sie nutzen die Zellulose als Futterquelle und bei längerer Lagerung entstehen Löcher. Getrockneten und somit lange haltbaren Kompost-Tee, mit speziellen Kräutermischungen und gesunden Nährstoffzusätzen verfeinert, erhält man – gebrauchsfertig in Teebeuteln abgepackt – im Fachhandel oder hier im Biogarten-Shop.

 


Neupflanzungen im Herbst

Es herbstelt! In seiner goldenen Farbenpracht ist der Herbst unter den vier Jahreszeiten unschlagbar. Die Herbstzeit ist aber nicht nur die schönste, sondern auch die idealste Pflanzzeit! Von einer Herbstpflanzung profitieren Bäume und Sträucher, sowie Stauden, Hecken und Zwiebelpflanzen. Auch für Neupflanzungen und komplette Neuanlagen ist der Herbst die optimale Saison. Denn der Boden ist noch warm, aber es ist feucht genug (das erleichtert auch das Ausheben des Pflanzlochs) – perfekte Bedingungen für die Ausbildung feiner Haarwurzeln, die für die Wasser- und Nährstoffaufnahme wichtig sind. Die feinen Wurzelhaare wachsen in den Wintermonaten weiter, solange kein Frost im Boden ist, und verankern die Pflanze am neuen Standort mit einem immer fester werdenden Wurzelwerk. Durch die herbst-winterliche Wurzelbildung hat die Pflanze im Frühling einen klaren Entwicklungsvorsprung: die ganze Energie kann für den neuen Austrieb – zur Blüten- und Blätterbildung – genutzt werden.

Tipps für einen guten Start
Damit die Herbststarter mit überragender Vitalität wachsen und uns lange Lebensqualität und Nahrung bieten, bedarf es der richtigen Pflanzung und Pflege und es gilt ein paar wichtige Grundregeln zu beachten:
Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen sein. Ein Gemisch aus Pflanzerde und Kompost bietet gute Nährstoffe für die Anfangszeit. Nach dem Einpflanzen sanft antreten, um Hohlräume in der Erde zu vermeiden, da diese das Wurzelwachstum behindern. Kräftig gießen und zuletzt den Boden mit einer schützenden Mulchschicht (z.B. Rasenschnitt, Laub, oder Häckselgut) bedecken.
Bei größeren Pflanzen ist es sinnvoll ihnen zusätzlichen Halt über der Erde zu geben. Wichtig ist bei Gehölzen auch, Etiketten zu entfernen, da ihre Befestigung die Pflanzen mit der Zeit einschnüren können.

Kompost-Tee mit Weidenrinde bietet Anwuchs-Garantie
Sobald die neuen Pflanzen richtig „sitzen“ werden sie kräftig angegossen. Dazu wird idealerweise Kompost-Tee mit Weidenrinde verwendet. Dieser wirkt zweierlei: Während die natürlichen Bewurzelungshormone (Auxine) der Weidenrinde den Pflanzen helfen, sich an ihrem neuen Standort perfekt zu verwurzeln, besiedeln die Mikroorganismen aus dem Kompost-Tee die Erde, die Wurzeloberflächen und sogar internes Pflanzengewebe. Einmal angesiedelt, bilden diese Kompost-Tee Mikroben einen natürlichen Schutzfilm gegen unerwünschte Eindringlinge und unterstützen die Pflanzen bei der Abwehr von Krankheiten und Schädlingen. Sie verbessern die Nährstoffverfügbarkeit, erleichtern die Nährstoffaufnahme und stärken die Reaktions- und Anpassungsfähigkeit auf die jeweiligen Umwelteinflüsse am neuen Standort.

Durch diese sorgsame Vorbereitung und die achtsame Pflege fällt es den Neuankömmlingen besonders leicht, sesshaft zu werden und sich in der neuen Heimat zu verwurzeln.